Persönliche Nacktfotos, die online aufgetaucht sind? Google bietet dir eine Lösung.
In einer Zeit, in der der Datenschutz für Internetnutzer ein immer wichtigeres Thema wird, hat Google eine umfassende Aktualisierung der Tools zum Schutz personenbezogener Daten in seiner Suchmaschine angekündigt. Diese Aktualisierung erweitert die bestehenden Funktionen des Tools „Ergebnisse über dich“ (Results about you) und führt einfachere Optionen zum Entfernen expliziter Bilder ein, die ohne Zustimmung in den Suchergebnissen erscheinen.
Was ändert sich konkret in der Google Suche?
Bisher bot Google die Möglichkeit, die Entfernung von Informationen wie Telefonnummer oder E-Mail-Adresse aus den Suchergebnissen zu beantragen. Mit den neuen Updates können Nutzer im Tool „Results About You“ wesentlich sensiblere Informationen registrieren, darunter: numerische Pass-, Führerschein- oder Sozialversicherungscodes oder andere staatliche IDs.
Nach der Registrierung dieser Details im Tool scannt Google automatisch seinen Suchindex und sendet Benachrichtigungen, wenn es Seiten mit solchen Informationen entdeckt. Anschließend kann der Nutzer die Ergebnisse überprüfen und Entfernungsanträge direkt über die Verwaltungsoberfläche des Tools senden.
Entfernen expliziter Bilder ohne Zustimmung
Neben dem Schutz sensibler Daten hat Google auch die Vereinfachung des Prozesses zur Meldung expliziter Bilder vorgenommen, die ohne Zustimmung der betreffenden Person in den Suchergebnissen erscheinen. Laut Googles Beschreibung, wenn Sie ein Bild in Google Bilder finden, das Sie in einem expliziten Kontext ohne Ihre Zustimmung darstellt, können Sie:
- Auf die drei Punkte neben dem Bild klicken;
- Die Option „Ergebnis entfernen“ auswählen;
- Den Grund „Es zeigt ein sexuelles Bild von mir“ wählen.
Google hat auch die Möglichkeit eingeführt, mehrere Anfragen in einem einzigen Formular zu senden, was besonders nützlich ist, wenn das Bild oder die Bilder auf mehreren Websites übernommen oder repliziert wurden.
Proaktive Überwachung und Schutz
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Google nun Optionen anbietet, mit denen Sie die proaktive Filterung für explizite Ergebnisse aktivieren können. Das bedeutet, dass das System, nachdem Sie eine Anfrage zur Entfernung unerwünschter Ergebnisse gesendet haben, in Zukunft automatisch ähnliche Filter anwenden kann, um das Wiedererscheinen problematischer Inhalte in den mit Ihrem Namen verbundenen Suchergebnissen zu verhindern.
Was Google bei diesem Update nicht macht
Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Tools Ihnen zwar mehr Kontrolle darüber geben, wie Ihre persönlichen Informationen in den Suchergebnissen erscheinen, sie den Inhalt selbst jedoch nicht aus dem Internet entfernen. Das heißt, wenn ein Foto oder eine Identifikationsnummer auf einer externen Website vorhanden ist, kann dieses Material direkt über die URL oder über andere Suchmaschinen zugänglich bleiben, wird aber nicht mehr in den historischen oder vorgeschlagenen Google-Ergebnissen erscheinen.
Warum ist diese Änderung wichtig?
Mit der Zunahme von Problemen im Zusammenhang mit Doxing, der Offenlegung persönlicher Daten und der Verbreitung intimer Materialien ohne Zustimmung, stellt dieses Google-Update einen wichtigen Schritt in Richtung des Schutzes des Rechts auf Privatsphäre der Nutzer dar. Dies jedoch nur, wenn Sie bereit sind, Ihre persönlichen numerischen Codes mit dem riesigen Tool zur Sammlung persönlicher Daten zu teilen. Obwohl es die Risiken nicht vollständig beseitigt, da die Daten auf anderen Websites verbleiben können, reduziert diese Funktion deren Sichtbarkeit in der meistgenutzten Suchmaschine der Welt erheblich.
