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Microsoft verändert das Windows-Ökosystem nach 15 Jahren

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Microsoft bereitet zwei wichtige Änderungen für das Windows-Ökosystem im Jahr 2026 vor. Diese sind: die Aktualisierung der Secure Boot-Zertifikate und die Einführung eines neuen Systems zur Leistungsoptimierung in Windows 11. Zusammen zielen die beiden Aktualisierungen sowohl auf die Sicherheit als auch auf die Reaktionsgeschwindigkeit des Betriebssystems ab.

Für die Benutzer wird das Ergebnis durch automatische Updates, mögliche zusätzliche Neustarts und eine schnellere Erfahrung beim Öffnen von Anwendungen und der Windows-Oberfläche sichtbar sein.

Windows Secure Boot tritt nach 15 Jahren in eine neue Phase ein

Microsoft hat bestätigt, dass die ursprünglichen Secure Boot-Zertifikate, die 2011 eingeführt wurden, ab 2026 zu expire beginnen und ersetzt werden müssen. Secure Boot ist eines der grundlegenden Sicherheitsmechanismen von Windows, das die Software bereits beim Start des Systems überprüft, um das Laden von schädlichem Code zu verhindern.

Das Unternehmen verteilt bereits die neuen Zertifikate über die monatlichen Windows-Updates. Benutzer, die in den letzten zwei Jahren PCs gekauft haben, sind wahrscheinlich bereits geschützt, während ältere Systeme die Aktualisierung schrittweise erhalten werden.

Eine der sichtbaren Folgen für die Benutzer ist das Auftreten eines einmaligen zusätzlichen Neustarts während der Installation der Updates.

Microsoft erklärt, dass bestimmte Systeme nach der Installation des Secure Boot-Updates möglicherweise einen weiteren Neustart durchführen müssen, ein Verhalten, das als normal und notwendig für die Anwendung der neuen Zertifikate betrachtet wird.

Darüber hinaus wird die Windows-Sicherheitsanwendung neue Indikatoren zum Status der Zertifikate anzeigen, einschließlich Warnungen für Geräte, die eine Intervention erfordern.

Windows 11 LLP verspricht eine bessere Leistung

Parallel zu den Sicherheitsänderungen arbeitet Microsoft an der Verbesserung der Leistung von Windows 11 durch eine Funktion namens Low Latency Profile (LLP).

Diese funktioniert, indem die Prozessorfrequenz vorübergehend für ein bis drei Sekunden erhöht wird, wenn der Benutzer Anwendungen, das Startmenü oder bestimmte Elemente der Benutzeroberfläche öffnet. Ziel ist es, das Gefühl von Verzögerung zu reduzieren und die Reaktivität des Systems zu erhöhen.

Erste interne Tests zeigen signifikante Verbesserungen:

  • Das Öffnen bestimmter Microsoft-Anwendungen kann bis zu 40% schneller sein;
  • Das Startmenü kann in bestimmten Szenarien bis zu 70% schneller reagieren;
  • Die Effekte sind auf Entry-Level-Systemen oder Laptops mit begrenzten Ressourcen deutlicher sichtbar.

Dennoch hat die Funktion in der Community Debatten ausgelöst. Einige Benutzer hielten es für einen bloßen „Trick“ der Software, der die bestehenden Leistungsprobleme in Windows 11 kaschiert.

Microsoft wies die Kritiken zurück. Vizepräsident Scott Hanselman erklärte, dass die Technik nicht neu sei und seit Jahren auf macOS, Linux und Smartphones verwendet werde. Praktisch erhöhen moderne Systeme vorübergehend die Prozessorfrequenz, um das Gefühl von Flüssigkeit und sofortiger Reaktion zu erzeugen.

Was bedeuten diese Änderungen für die Benutzer?

Die beiden Aktualisierungen zeigen eine klare Richtung an: Microsoft versucht gleichzeitig, die Sicherheit zu stärken und die Benutzererfahrung zu verbessern.

Im Hinblick auf die Sicherheit müssen die Benutzer ihre Systeme aktualisiert halten, um die neuen Secure Boot-Zertifikate zu erhalten. Geräte, die auf nicht unterstützten Versionen bleiben, einschließlich bestimmter Installationen von Windows 10 ohne ESU, können nach Ablauf der Zertifikate in einen Zustand mit verminderter Sicherheit geraten.

Im Hinblick auf die Leistung könnte das Low Latency Profile eine der wichtigsten Optimierungen werden, die kürzlich in Windows 11 eingeführt wurden. Besonders für Laptops und ARM-Geräte.

Zwei wesentliche Komponenten von Windows

Microsoft verändert gleichzeitig zwei wesentliche Komponenten von Windows. Diese sind: die Sicherheitsinfrastruktur, die um Secure Boot herum aufgebaut ist, und die Art und Weise, wie Windows 11 die Leistung in Echtzeit verwaltet.

Für die Benutzer werden sich die Auswirkungen in automatischen Updates, gelegentlichen zusätzlichen Neustarts und einer schnelleren Benutzeroberfläche niederschlagen. Im Hintergrund jedoch schreibt das Unternehmen Mechanismen neu, die über ein Jahrzehnt lang nahezu unverändert geblieben sind.

Quellen: forbes.com, windowslatest.com

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